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Holz ABC

Koto

din_en_13556 PQXX
botanische_bezeichnung Pterygota spp., Familie Malvaceae (vormals Sterculiaceae)
verbreitung Tropische Regionen Westafrikas, Südostasiens und Südamerikas
handelsnamen Afrikanische Arten: akodiakédé, bofo ouale, bontue, pohoure, waré (CI); Pterygota (GB); awari, kyere, wawampe (GH); efok, kion (CM); kefe, poroporo, oporipo (NG); aké (GA); ikame (CD); kakende (CF). Asiatische Arten: PNG Oak, white tulip oak (PG); mabin (ID); kangsar, melebu, menuang (MY). Südamerikanische Arten: pau do rey (BR); cajeto (CO); zapato (CO,VE); paujilruro (PE)
vti 1
kurzbeschreibung

Arten der Gattungen Pterygota sind in tropischen Regionen von Westafrika, Madagaskar, Süd- und Südostasien sowie in Süd- und Mittelamerika verbreitet. Wichtige Importhölzer kommen vor allem aus Westafrika (P. bequaertii, P. macrocarpa) und aus Südostasien (P. alata, P. horsfi eldii - Malaysia,
Indonesien, Papua Neuguinea). Aus Südamerika (P. amazonica, P. brasiliensis, P. colombiana – Brasilien, Kolumbien, Peru) wird das Holz dagegen eher selten importiert.

farbe_und_struktur

Die Hölzer verschiedener Arten und Herkünfte unterscheiden sich in Farbe, Struktur und Eigenschaften nicht signifikant, so dass sie hier gemeinsam beschrieben werden. Kernholz im frischen Zustand gelblich weiß, vom Splint nicht deutlich unterschieden, nur geringfügig nachdunkelnd. In starken Stämmen vereinzelt mit geschlossenem oder strahligem Braunkern. Poren grob, nicht zahlreich; Holzstrahlen auf Tangentialflächen als feine Strichelung und radial als deutliche Spiegel das Holzbild beeinflussend. Speicherzellen im Querschnitt als hellfarbige Bänder, auf Längsfl ächen als dichte Fladerung (tangential) bzw. feine Linien (radial) das Holzbild aufhellend. Faserverlauf wechseldrehwüchsig.

gesamtcharakter

Hellfarbiges, matt glänzendes Holz von mittlere Dichte, meist mit deutlicher Porung sowie betonter Spiegel- und Fladerstruktur.

abweichungen

Vereinzelt punktförmig, weiße, mineralische Einlagerungen oder braune bis schwärzliche Porenanfüllungen, die zu einer ungleichmäßigen Streifung führen können. Bei Hölzern von trockenen Standorten ist mit deutlichen Zuwachszonen beziehungsweise lebhafter Fladerstruktur zu rechnen.

bearbeitbarkeit

Die manuelle wie auch maschinelle Bearbeitung der mäßig schweren Hölzer der Gattung Pterygota bereitet keine Schwierigkeiten. Das Holz ist gut zu nageln und schrauben, Vorbohren ist jedoch empfehlenswert. Es lässt sich gut verleimen und dank seiner hellen Grundfarbe sehr gut in den verschiedensten Tönungen beizen. Zur Erhaltung des Strukturbildes und der natürlichen Farbe sind möglichst farblose, glänzende oder nur seidenmatte und nicht vergilbende Präparate, wie zum Beispiel Lichtschutzlacke zu verwenden. Für polierte Flächen sind wegen der porigen Oberfläche kräftige Füller erforderlich.

trockung

Die technische wie auch natürliche Trocknung verlaufen wegen der oft hohen Anfangsfeuchte relativ langsam. Verluste durch Verformung oder Rissbildung sind gering, nur bei zu scharfer Trocknung treten solche Qualitätseinbußen vermehrt auf. Bei Verwendung von alten oder aus anderen Hölzern geschnittenen Stapellatten können Verfärbungen entstehen.

nat_dauerhaftigkeit

Das Holz wird im frischen (oder trockenen und wieder befeuchteten) Zustand leicht von Holz zerstörenden Pilzen sowie Insekten befallen und schnell durch Verfärbungen entwertet. Schnittholz und Furniere sollten deshalb immer in trockenen und gut belüfteten Räumen gelagert werden.

verwendungsbereiche

Überwiegend als Vollholz für den Möbel- und Innenausbau, Profilholz für Decken- und Wandverkleidungen, Leisten für Bilderrahmen. Als Messerfurnier wird das Holz als flächiges Element für Wände, Decken und Türen verwendet; Schälfurniere werden in den Ursprungsländern zu dekorativem und Industriesperrholz verarbeitet.

austauschhoelzer

Für andere hellfarbige Hölzer wie Ramin (M 27), Limba (M 19), Framiré (M 29) Ako (M 67; gedämpft auch für Eiche (M 63).

anmerkungen

Das Schnittholz erhält durch Dämpfen eine durchgehend gelblichbraune (Eichen-ähnliche) Tönung; so gedämpftes Holz wurde zeitweise unter den Fantasienamen Anatolia oder Antolia vermarktet. Das Einatmen von Holzstaub kann bei sensiblen Personen zu Verdauungsbeschwerden führen.

literatur

Farmer, R.H. (ed.,1972): Handbook of Hardwoods. BRE, Princess Risborough Laboratory
Louppe, D., Oteng-Amoako, A.A. & M. Brink (eds). 2008. Plant resources of tropical Africa. Timbers 1. PROTA Foundation, Backhuys Publishers, CTA Wageningen
Sell, J. 1989: Eigenschaften und Kenngrößen von Holzarten. Lignum, Baufachverlag AG Zürich
Soerianegara, I. & R.H.M.J. Lemmens (eds) 1993: Plant resources of South-East Asia 5. (1) Timber trees: Major commercial
timbers. Pudoc Scientific Publishers, Wageningen, p. 384ff.

gewicht_frisch 850—950 kg/m³
rohdichte_lufttrocken 0,53—0,69—0,75 g/cm³
druckfestigkeit 42—54—58 N/mm²
biegefestigkeit 85—96—111 N/mm²
elastizitaetsmodul 8 800—12 300—16 100 N/mm²
bruchschlagbarkeit 30—45—55 kJ/m²
haerte_janka 4,2—5,1 kN
haerte_brinell 19—23 N/mm²
trocknungsschwindmass_radial 2,0—2,6 %
trocknungsschwindmass_tangential 4,0—5,0 %
diff_schwindmass_radial 0,15—0,18 %
diff_schwindmass_tangential 0,28—0,35 %
ph_wert 6,2
nat_dauerhaftigkeit_din entspricht Klasse 5
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bild_1_url_voll https://www.gdholz.net/images/holzarten/008-koto-1.jpg
bild_1_beschreibung Koto (Pterygota sp.) – Querschnitt (ca. 12-fach)
bild_2_url https://www.gdholz.net/images/sizes/145x200/holzarten/008-koto-2.jpg
bild_2_url_voll https://www.gdholz.net/images/holzarten/008-koto-2.jpg
bild_2_beschreibung Koto (Pterygota sp.) – Radiale Oberfläche (natürliche Größe)
   
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