Gaycken Holzhandel Einzelhandel Großhandel Detlef H Gaycken (GmbH & Co.) KG - Hammoorer Weg 1 - 22941 Bargteheide | Mo - Fr 7:30 bis 18:00 Uhr | Sa 8:00 bis 13:00 Uhr  
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Schnittholz

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Wissenswertes über Bauholz


 
 
Als Bau- oder Vorratsholz bezeichnet man Nadelschnittholz für Zimmererarbeiten, dazu zählen Kanthölzer, Bohlen, Latten, Bretter (Schalung) und Rauhspund. Die Lieferung erfolgt im allgemeinen sägerauh in der Schnittklasse A/B und in der Güteklasse II  in unbehandelter oder tauchimprägnierter Ausführung (Tegernseeer Gebräuche Fassung 1985 bzw. neu DIN 4074). Schnittholz wird in der Regel in frischer Qualität, d.h. mit ggf. hoher Holzfeuchte ausgeliefert. 
Die aktuelle Holzbaunorm DIN 1052 beinhaltet u.a. das System der Nutzungsklassen (NKL) und der Festigkeitsklassen (= Ersatz für Sortieklassen gem. DIN 4074).


Schnittklasse A/B 
Güteklasse II: 
Bei einer Mischung der Schnittklassen A und B ist Baumkante bis zu einem Anteil von ca. 30 % auf der größeren Seite an beliebigen Kanten auf ganzer Länge zulässig und stellt keinen Reklamationsgrund dar. In der Regel handelt es sich um frisches Holz mit hoher Holzfeuchte
Sortierung S 10 (nur bei frischem Holz) 
S 10 (DIN 4074), Bauholz mit besonderer Tragfähigkeit, besonders sortiert nach Astigkeit, Rissen, Maßhaltigkeit und Baumkante. Gewöhnlich mit Ü-Zeichen
(= Übereinstimmungserklärung) am Holz oder auf dem Lieferschein.
Nutzungsklassen (NKL) gem. DIN 1052   
 Festigkeitsklassen gem. DIN 1052   
sägerauh:  Rauhware nicht gehobelt entsprechend der Schnittklasse. Kann je nach Lieferant in der Schnittart differieren (z.B. feiner / grober Schnitt), ohne besondere Vereinbarung = frisch
Imprägnierung:  Imprägnierung von BauholzImprägnierung von Bauholz in einem Tauchbecken mit bauaufsichtlicht gem. DIN 68800 zugelassener Schutzmittellösung um sie für eine Verwendung unter Dach im Trockenbereich vor Schädlingsbefall, Bläue, Fäulnis und Pilzbildung zu schützen. (ACHTUNG : nicht zu verwechseln mit kessel-druckimprägnierten Hölzern (KDI-Holz), die gegen ständige Verwitterung im Außenbereich geschützt werden)
roh:  unbehandelte nicht "getränkte" / nicht tauchimprägnierte Ware in der Regel bei Schnittholz frisch, d.h. mit relativ hoher Holzfeuchte
Rauhspund:  einseitig gehobelte Nut- und Federbretter, die hauptsächlich im Dachbereich Verwendung finden (Nicht zu verwechseln mit Schalung = rauhe Bretter ohne Nut und Feder). Baumkante an der Unterseite oder nicht durchgehende Feder und ausfallende Äste sind erlaubt.
Rohmaß:  Die Rohmaße (RM/EM) sind auch gleichzeitig die Berechnungsmaße (Deckmaß/ Fertigmaß (FM/BM) = aus Rohmaß gehobelt). Trocknungsdifferenzen mit Trockenrissen sind zu tolerieren.
Mengenangaben:  Für die Mengenangaben gilt die Circa-Klausel. Es ist zulässig, dass bis zu 10% mehr Ware geliefert oder zur Abholung vorbereitet wird.

Rissbildungen, Äste, Bläuebildung (Pilz welcher im Trockenbereich sofort abstirbt) oder Vergrauung unbehandelter Ware stellen eine zu tolerierende optische Einschränkung von Bauholz da und haben keinerlei Einwirkungen auf den gewöhnlichen Einsatzzweck. Handelsübliche Krümmungen und Drehungen sind ebenfalls zu tolerieren. Es handelt sich hierbei um ganz natürliche, holztypische Merkmale, die unvermeidbar und beim Holzkauf prinzipiell in Betracht zu ziehen sind. Holz ist und bleibt ein individuelles Naturprodukt mit allen seinen Vor- und Nachteilen in der Verwendung am Bau.

Bei frischem Schnittholz kann es zu einem Auftreten des grünen Holzschimmel (Trichoderma Lignorum) mit einem grau-weißen bis grau-schwarzen Schimmelbelag aufgrund von überdurchschnittlicher Holz- und Baufeuchtigkeit und/oder stehender Luft kommen. Die wasserlöslichen Holzschutzsalze, die zur vorbeugenden Imprägnierung handelsüblich eingesetzt werden, sind wirksam gegen alle holzzerstörenden Pilze, wie Hausschwamm, Kellerschwamm etc. und Insekten, jedoch nicht gegen Schimmelpilze.

Holzschimmelpilze, zu denen auch die bekannten Bläuepilze gehören, haben als Holzzerstörer keine Bedeutung, da sie sich nur von den Zellinhaltsstoffen ernähren und die Zellwände nicht abbauen. Die Festigkeit des Holzes wird daher nicht beeinträchtigt.

Mit Austrocknung des Holzes wird ein weiteres Wachsen des Holzschimmels unterbunden. Eine Schädigung braucht nicht befürchtet zu werden. Die Pilze sterben ab und der zusammengefallene Pilz kann abgebürstet werden.

Die verursachte Verfärbung bzw. der Schimmelbelag ist gemäß DIN 4074 zulässig und stellt lediglich eine optische Beeinträchtigung da, die bei nicht sichtbarem Einbau zu vernachlässigen ist.

Eine weitere ausführliche Themenbehandlung kann man z.B. im Handbuch der Holzkonservierung von Prof. Dr. Johannes Liese, erschienen im Springerverlag, nachlesen. Sollte es trotzdem einmal Grund zu einer gerechtfertigten Beanstandung geben, wird selbstverständlich jeder Reklamation mit gebotener Sorgfalt nachgegangen.

Wir bedanken uns für Ihr Interesse an unserer Information !

  Gaycken ist Mitglied im GD-Holz Holzhandelsverband
Mehr Informationen zum Thema Holz können Sie jederzeit auch auf der Homepage des Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz), Wiesbaden abrufen oder beim Holzabsatzfonds.

 

 

Wissenswertes über den Einsatz von Lärche Brettschichtholz 

Lärche Brettschichtholz wird seitens unseres Herstellers aufgrund von mehrjährigen praktischen Erfahrungen für den ungeschützten Außenbereich (z.B. im Bereich des Bauens von Treppen, Geländern oder Pergolen) nicht empfohlen. Aufgrund der Härte und Sprödigkeit des Lärchenholzes besteht durch mögliches ständiges Wechselklima insbesondere durch Feuchtigkeitsschwankungen eine erhöhte Rissbildungsgefahr. Diese Risse haben in der Regel nur optische und keine statischen Auswirkungen. Dieses begründet sich dadurch, das bei Lärche Brettschichtholz Rissbildungen nur in den Lamellenstärken auftreten und nicht wie beim Schnittholz sich durch das gesamte Holz ziehen können. Durch Abdeckungen von oben oder durch konstruktive Baumaßnahmen kann dieser Prozess im Außenbereich abgemildert werden. Auch bei Brettschichtholz in Lärche besteht gegenüber dem normalen Schnittholz eine wesentlich höhere Formstabilität.Die natürlichen Inhaltsstoffe (u.a. Gerbsäure und Harze) und die Festigkeit des Lärchenholzes bieten einen weittestgehenden Schutz gegen Fäulnis und Insektenbefall. Dass Holz ist daher von seinen Eigenschaften für den Außenbereich vorbehaltlich der stärkeren Rissbildungen und der damit verbundenen ggf. optischen Nachteile voll einsetzbar.




OSB Flachpressplatten

OSB (oriented Strand Boards)- Flachpressplatten sind aus großflächigen vorzugsweise parallel zur Plattenoberfläche liegenden Langspänen ("Strands", im mittel ca. 0,6 mm dick, 100 mm lang und 35 mm breit) aufgebaute Platten. Die
Biegefestigkeit in Längsrichtung der Platten liegt deutlich höher als in der Querrichtung. Es gibt zahlreiche Anwendungen für OSB-Platten, wie z.B. im Bereich von Verpackungen, Paletten (OSB-2), und im Holzrahmenbau als Unterdach-, Boden- und Wandplatten (OSB-3) und für besonders tragende Konstruktionen (OSB-4).
Es gibt OSB-3 Platten gem. EN 300. Diese entsprechen in Ihren Einsatzmöglichkeiten den gewöhnlichen Spanplatten gem. EN 312. Für den Einsatz in tragenden Bereichen (Fußboden, Wand und Dach) werden in der Regel bauaufsichtlich zugelassene Platten verlangt. Nur diese Platten genügen in Ihren statischen Eigenschaften den Ansprüchen für bauliche Maßnahmen im Hochbau.

Für die Nutzung von OSB-3 N+F Platten als Wohraum- Fußboden ist bei einer Dicke von 22 mm und einem durchschnittlichem Sparrenabstand von 0,835 m die geforderte Flächenlast der Wohnraum Norm von 275 kg/ qm (od. 2,75 kg/Newton) erfüllt. Dieses gilt jedoch nur für die bauaufsichtlich zugelassene Platte. Bei der Verwendung von N+F Platten mit fliegenden Stößen (Endlosverlegung) ist mit einer ca. 30% verringerten Lastübertragung zu rechnen. In jedem Fall sollten die Nut/Feder-Verbindungen wasserfest verleimt werden.

Es gibt u.a. nachfolgende Standardformate von denen die fett markierten Verpackungseinheiten ständig im Lagersortiment verfügbar sind. Die anderen Formate sind auf Bestellung lieferbar.